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Geflügelzuchtverein Glattbach und Umgebung e.V.  

Etwas zur Geschichte Glattbachs
 

Glattbach, eingebettet zwischen Hügel und Wald am Rand von Aschaffenburg, wird erstmals in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts schriftlich erwähnt. Der damalige Dekan Hartmann überschrieb zwischen 1183 und 1193 seinen Wirtschaftshof in "Gladebach" dem Stift St. Peter in Aschaffenburg. Zahlreichen Hinweisen zufolge siedelten sich zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert zahlreiche adelige Familien hier an. Zu ihnen zählten auch die Herren von Wasser, deren Wappentier - der doppelköpfige Storch - noch heute im Gemeindewappen zu finden ist. Während der langen Geschichte änderte sich mehrfach die Schreibweise des Ortnamens über Glabbach und Gladwich bis zum heutigen Glattbach, das von den Einheimischen oftmals in der Mundart noch mit "Gloawisch" betitelt wird.

Schlimme Zeiten mußten die Glattbacher in der Zeit des 16. bis 18. Jahrhunderts ertragen. 1606 und 1635/36  suchte die Pest die Bewohner heim. Von den damals 33 Familien überlebten nur 10 diese Katastrophen. Dazu kommen die zahlreichen Toten aus vielen Überfällen von fremden Kriegern, die mit Plünderung, Mord und Totschlag das idyllische Dorf im Seitental der Aschaff  nicht zur Ruhe kommen ließen.  1873/74 errichtete der Glattbacher Johann Desch seine erste Kleiderfabrik im nahen Aschaffenburg und war somit Pionier für den noch heute wichtigen Industriezweig. Damals jedoch gab er den Tausenden von bettelarmen Spessartbewohnern dadurch Arbeit und Brot. Die drei Garnrollen, die noch heute im Gemeindewappen zu sehen sind  und ein Brunnen auf dem Platz des zwischenzeitlich abgebrochenen Geburtshauses von Johann Desch machen ihn und seine Weitsicht noch heute unvergessen. 

Auch im Zweiten Weltkrieg mußte Glattbach viel ertragen. Durch die Nähe zu Aschaffenburg, das ein Hauptziel der amerikanischen Bomberstaffeln war, blieb auch Glattbach nicht unverschont. Zahlreiche Einwohner ließen ihr Leben an den Fronten oder kehrten erst spät aus der Gefangenschaft in ihren Heimatort zurück.

Heute erinnert nur noch wenig an das "Alte Glattbach". Viele Wohnhäuser wurden nach dem zweiten Weltkrieg neu errichtet und nur wenige alte Fachwerkhäuser zieren heute noch das Ortsbild. 

© 2004 GZV Glattbach